BÜCHER

Bücher zum Thema Care-Arbeit:

Care Revolution: Schritte in eine solidarische Gesellschaft (Gabriele Winker)

Das ist ein wichtiges Buch für alle, die sich mit Care-Arbeit eingehend beschäftigen möchten. Es beleuchtet genau die Hintergründe, wie es zur Krise im privaten und öffentlichen Care-Bereich gekommen ist und zeigt auch Lösungen auf, wie ein zukünftiges Leben in einer solidarischen Gesellschaft aussehen könnte. Mein Lieblingszitat aus dem Buch (Seite 25): „Einig ist man sich weiter, dass in der Care-Arbeit die Kommunikation einen hohen Stellenwert hat, weil interaktive Prozesse zwischen Sorgeleistenden und Sorgeempfangenden bedeutsam sind. Gerade weil Care-Arbeit kommunikationsorientiert und auf konkrete einzelne Menschen bezogen ist, ist sie auch sehr zeitintensiv. Sie kann damit nicht beliebig verkürzt oder standardisiert werden, ohne an Qualität zu verlieren. Dies hat die Auswirkung dass in diesem Bereich Produktivitätssteigerungen, die nicht gleichzeitig die Qualität der Care-Arbeit verschlechtern, nur begrenzt möglich sind (Himmelweit 2007, Madörin 2011).“

Das Versagen der Kleinfamilie: Kapitalismus, Liebe und der Staat (Mariam Irene Tazi-Preve)

Dieses Buch hatte ich als Rezensionsexemplar zugesendet bekommen und nach den ersten Seiten hätte ich es am liebsten wieder weg gelegt, weil es mein Weltbild auf den Kopf gestellt hat. Dennoch habe ich dieses sehr gute Buch zu Ende gelesen. Die Rezension zum Buch lest Ihr hier: Die Menschenwürde ist unantastbar. Wirklich?

 

Bücher zum Thema alleinerziehend sein:

Stark und Alleinerziehend: Wie du der Erschöpfung entkommst und mutig neue Wege gehst (Alexandra Widmer)

Ein absolut lesenswertes Buch um bewußt mit dem Thema alleinerziehend sein umzugehen. Es ist so ein vielschichtiges Thema und ich würde mir wünschen, dass alle Fachleute, die mit Alleinerziehenden arbeiten, dieses vielschichtige Buch durchgearbeitet haben.  Am wertvollsten war für mich der Teil mit dem Umgang von Wut. Ich finde Wut ist in unserer Gesellschaft fast schon tabu, auch viele Fachleute gehen eher „unterdrückend“ mit Wut um. Mir ist nur eine Psychologin begegnet, auf einer Mutter-Kind-Kur, bei der ich für mich einen ersten positiven Umgang mit der Wut gelernt habe, was sehr entlastend war damals 2010. Bis ich Alexandras Buch gelesen habe (was es damals noch nicht gab), hat es dann nochmals 7 Jahre gedauert. Aber es geht natürlich nicht nur um Wut in diesem Buch, sondern um ganz viele andere Themen und Gefühle rund um das Alleinerziehend sein.

 

Psychologie:

Weiblicher Narzissmus: Der Hunger nach Anerkennung (Bärbel Wardetzki)

Ich habe für diese Buch lange gebraucht  um es zu lesen, ist fast schon ein Fachbuch. Es hat mir dabei geholfen familiäre Strukturen besser zu verstehen und auch mich besser zu verstehen. Mein Lieblingsmärchen als Kind war „Aschenbrödel“ und was das mit mir zu tun hat, konnte ich auch in dem Buch erfahren. Ich denke, ich habe so lange zum lesen gebraucht, weil ich die Informationen nur in kleinen Häppchen verarbeiten konnte.

Eine Reise von 1.000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt (Luise Reddemann)

Ich finde Luise Reddemann schreibt sehr einfühlsam, fast schon wie eine „gute Mutter“ um mal ein Stereotyp zu verwenden. Als ich das kurze und gut zu lesende Buch vor einigen Jahren das erste mal gelesen habe, habe ich zum ersten Mal den Begriff Resilienz (seelische Widerstandskraft) gehört und finde den Ansatz bis heute  unbedingt lebenswert.

Überlebenskunst (Luise Reddemann)

Mit diessem Buch kann man tiefer in das Thema Resilienz und Ressourcen einsteigen.  Am Beispiel von Johann Sebastian Bach, dessen Leben sehr stark durch Verluste (Eltern, Kinder) gezeichnet war, wird seelische Widerstandskraft noch umfassender verstehbar.

 

Hochsensibilität:

Sind sie hochsensibel? (Elaine Aron)

Ich kenne Frau Aron, die Autorin des Buches, nicht. Als ich das Buch von ihr las, dachte ich aber, dass sie mich kennt. Ich habe oft zu kämpfen gehabt in meinem Leben mit Reizüberflutung und der Folge, dass ich mich dadurch als nicht so belastbar empfunden habe. Des Weiteren war mir im laufe der Jahre schon bewußt, dass ich eine besonders genaue Wahrnehmung habe, dass das ganze einen Namen hat (Hochsensibilität), habe ich dann durch das Buch von Elaine Aron erfahren und es war eine große Erleichterung für mich.

Hochsensible Mütter (Brigitte Schorr)

Ein Buch für hochsensible Mütter, dass mir geholfen hat, meine Hochsensibilität zu sehen im Kontext der Mutterschaft. Es handelt sich um ein leicht zu lesendes und verstehendes Buch.

Wenn die Haut zu dünn ist (Rolf Sellin)

Ein Buch, dass sich auch mit dem Thema Hochsensibilität beschäftigt, und mit dem mir das Thema Grenzen im Kontakt und Abgrenzug nochmals besser bewußt geworden ist.

 

Biographien:

Der Mann, der überlebte (Lawrence Elliott)

Es handelt sich hierbei um die Lebensgeschichte von George Washington Carver (1864-1943), der nicht nur Chemiker, Botaniker und Erfinder war, sondern auch Pianist, Maler und Physiotherapeut. Er ging seinen Weg, ganz entschlossen stetig weiter, auch wenn es kein einfacher war, dass hat mich sehr berührt.

Wozu brauche ich Flügel (Arnold R. Beisser)

Der amerikanische Psychiater und Gestalttherapeut berichtet in diesem Buch sehr eindrucksvoll wie er als  sportlicher 25-jähriger junger Mann 1950 an Kinderlähmung erkrankt und wie er  mit dieser drastischen Veränderung in seinem Leben umgeht.

 

Kinderbücher:

Jim Knopf  (Michael Ende)

Es gibt den Klassiker für ältere Kinder und es gibt die Bilderbücher  ab 3 Jahren mit vielen, wunderschönen, datailreichen Bildern. Wir hatten alle Bände die es damals gab. Ich erinnere mich noch wie mein Großer (2007), König Alfons den Viertel-vor-Zwölften nannte: „König von Aaals Vierteleeeezwölfteeen!“ Natürlich  habe ich die Bücher alle aufgehoben als Andenken, denn ich musste sie wirklich unzählige Male lesen, die Geschichten vom Halbdrachen Nepomuk, davon wie Jim Knopf nach Lummerland kam oder von der Prinzessin Li Si. Heute lese ich die Bücher meinem Kleinen (2014) vor, davon musste ich den Großen allerdings erst überzeugen, denn obwohl er sie nicht mehr vorgelesen bekommen will, wollte er sie nicht raus rücken. 

Die Sehnsucht des kleinen Orange (Judith Zacharias-Hellwig)

Das ist ein sehr schön bebildertes Buch, das helfen kann die Trennungssituation für die Kinder bewußt zu machen, damit Trauer und Schmerz ihren Platz bekommmen. Es geht hier um die Geschichte des kleinen Orange, dessen Eltern (Mama Rot und Papa Gelb) sich getrennt haben. Ich habe dem Großen diese Geschichte vorgelesen und einen Blogbeitrag hierzu verfasst.

 

 

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