Ein Jahr geht zu Ende…….und die Frauen sind jetzt schon die Avantgarde

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer,

für mich geht ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen zu Ende. Ehrlicherweise würde ich mir ein Leben mit einem ruhigeren Rhythmus wünschen. Mal sehen was 2019 bringt.

Die Menschen, die mich bei meiner Arbeit unterstützen, zur Anerkennung und zum Sichtbarmachen der Carearbeit und natürlich auch die Menschen, die mit dazu beigetragen haben, dass die Petition zum Fürsorgegehalt weiter Verbreitung gefunden hat in 2018, gehören zu meinen Highlights in diesem Jahr. Ich danke Euch sehr dafür, dass Ihr Euch mit mir auf den Weg gemacht habt. In dem wir dafür eintreten, das Fürsorgearbeit eine wichtige gesellschaftliche Grundlage ist bzw. die wichtige gesellschaftliche Grundlage überhaupt, rücken wir gleichzeitig etwas ganz wichtiges in den Vordergrund, nämlich die grundlegenden menschlichen Bedürfnisse, die wir alle haben.

Ich möchte Anfang 2019 die Petition an die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey übergeben. Daher werde ich mich nun über die Feiertage daran setzen, den Brief an sie, mit einer Terminanfrage, zu formulieren. Diesen werde ich natürlich auch hier auf dem Blog veröffentlichen. Die Unterschriften möchte ich gerne, in einem persönlichen Gespräch mit der Bundesfamilienministerin, übergeben. Ich hoffe, dass mir das gelingt. Vielleicht benötige ich dann nochmals Euere Hilfe. Es bleibt spannend.

Eine aufmerksame Leserin hat mir Ende November eine E-Mail geschrieben mit einem Link für einen Podccast mit Michael Hirsch (Philosoph, Politikwissenschaftler) und Martin Zeyen (Journalist). Der Titel „Mythos Festanstellung – weniger Arbeit für alle“ lässt nicht unbedingt vermuten, dass es hier auch um Fürsorgearbeit gehen könnte.  Vielleicht habt Ihr über die Feiertage Zeit reinzuhören. Hier sind 2 Zitate, die  ich herausgeschrieben habe, weil ich sie wichtig finde (natürlich ist der ganze Podcast absolut hörenswert):

„Es werden alle lernen müssen diejenigen Rollen und Bedürfnisse, die nicht mit ihrer Stellung im Erwerbsprozess zusammenhängen, viel selbstbewusster zu vertreten.“

(ca. bei Minute 37 im Podcast zu hören)

„Nicht die Frauen sind in ihrer Mehrheit mit diskontinuierlichen Erwerbsverläufen und ihren vielfältigen Tätigkeits- und Loyalitätsschwerpunkten im Rückstand, weil sie noch nicht der Norm der Lohnarbeitsgesellschaft entsprechen. Vielmehr ist es genau umgekehrt. Die Frauen sind die Avantgarde, die heute schon so lebt, wie es in Zukunft einmal für alle die Regel sein wird.“

(ca. bei Minute 38 zu hören)

Im Moment ist es so, dass Frauen 80 % der privaten und öffentlichen Care-Arbeit übernehmen und das sie dadurch eher finanzielle und berufliche Nachteile haben. Die Berufe im Care-Bereich sind schlechter bezahlt, als die in der Industrie und die private Care-Arbeit wird als Privatsache unsichtbar gemacht. In dem wir also auch 2019 dafür eintreten, dass Fürsorgearbeit anerkannt und abgesichert wird, treten wir gleichzeitig dafür ein, dass die grundlegenden menschlichen Bedürfnisse wieder ganz selbstverständlich erfüllt werden können.

Wertschätzung und Anerkennung sind wichtig und daher freue ich mich, dass ich in diesem Jahr viele Zuschriften bekommen habe von Euch. Die Weihnachtskarte im Beitragsbild, hat mir eine Leserin geschrieben. Meine Jungs und ich waren hin und weg von den zwei blinkenden Weihnachtsvorboten.

Ich wünsche Euch  frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Herzlichst, Claire Funke

 

P.S.: Wenn Ihr meine Arbeit zur Anerkennung und zum sichtbar machen der privaten Care-Arbeit finanziell unterstützt freue ich mich sehr. Hier geht es zu PayPal: https://paypal.me/ClaireFunke. Vielen Dank dafür. 

 

 

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7 Gedanken zu “Ein Jahr geht zu Ende…….und die Frauen sind jetzt schon die Avantgarde

  1. have a nice day schreibt:
  2. Brigitte Bührlen schreibt:

    Alles Gute auch weiterhin liebe Claire! Es ist bewundernswert wie Du immer weiter kämpfst für eine wichtige und richtige Sache, die uns alle betrifft bzw. jederzeit betreffen kann. Es kann um die Sorge um und für das Großwerden von Kinder gehen, aber auch um die Pflege von Kindern und Erwachsenen.
    Ich unterstütze Dich gerne so gut ich kann auch in Berlin.
    Melde Dich gerne jederzeit wenn ich Dir behilflich sein kann.
    Alles Gute für Dich und Deine Kinder und einen guten Start in`s Neue Jahr!
    Brigitte

    Gefällt 1 Person

    • Mama streikt schreibt:

      Liebe Brigitte,

      ganz herzlichen Dank für Deine Wünsche und Deine wertvolle Unterstützung. Fürsorgearbeit darf nicht länger als Privatsache unsichtbar gemacht werden. Dafür kämpfen wir beide. Ich danke auch Dir, denn pflegende Angehörige können wir alle früher oder später werden.

      Ich wünsche Dir fürs neue Jahr alles Gute, Gesundheit und Zufriedenheit.

      Herzlichst, Claire

      Gefällt 1 Person

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