Zeit für Care-Arbeit: Warum die Vereinbarkeitsproblematik mit dem Kita-Ausbau nicht gelöst ist

Ich habe als Kind Fremdbetreuung gehasst. In den 1980er Jahren, als es überhaupt nicht so üblich war wie heute, war ich ganztags im Kindergarten. Immer das letzte Kind zu sein, enthielt für mich auch so etwas wie eine Wertung, nämlich nicht wichtig zu sein. Da meine Mutter viel umgezogen ist, habe ich auch nicht nur einen Kindergarten besucht, sondern zwei, in, weit voneinander entfernten Städten. Möglicherweise kommt mein Unbehagen in großen Gruppen heute daher? Wer weiß das schon. Ich war über Jahre immer „die Neue“ und fühlte mich dadurch nie richtig zugehörig. Erschwerend kam dazu, dass früher natürlich auch andere Erziehungsmethoden geherrscht haben in öffentlichen Einrichtungen. Ich kann mich noch genau daran erinnern, als ich den Fisch wieder in den Teller erbrach, weil eine Erzieherin unbedingt wollte, dass ich meinen Teller leer esse. Ich mag bis heute keinen Fisch. Schon der Geruch verursacht mir Übelkeit.

Verwahrt statt aufgehoben

In der Schule wurde das ganze dann auch nicht besser, weil ich damals, während der 6-jährigen Grundschulzeit, dreimal die Schule gewechselt habe. Alle zwei Jahre eine andere Grundschule. Wer bietet mehr? Meine Mutter ist eben viel umgezogen mit mir. In den ersten zwei Grundschuljahren war ich in der Nähe von München in einer Schule und da meine Mutter berufstätig war, musste ich nach der Schule in den Kinderhort. Ich habe auch daran keine schönen Erinnerungen und fühlte mich oft wie „verwahrt“, aber nicht aufgehoben im Sinne von emotional Aufgehoben sein.

Geborgenheit

Möglicherweise hätte ich die ganze Situation in Kindertagen nicht als so belastend empfunden, wenn da ein zu Hause gewesen wäre, in dem ich mich sicher und wohl gefühlt hätte. Da aber alles Häusliche, liebevolle, beständige als spießig gewertet wurde daheim und meine Mutter auch abends viel weg war und mich alleine zurückließ, konnte sich bei mir kein Gefühl der Geborgenheit einstellen. Schlimmer noch. Alles das, nachdem ich mich so gesehnt habe als Kind, war somit auch nicht richtig und damit war auch ich ein Stück weit nicht richtig, weil ich diese Bedürfnisse nach Geborgenheit ja hatte. Dieses Gefühl, nicht richtig zu sein, so wie ich bin, hat mich bis weit ins Erwachsenenleben verfolgt. Es hat mein Leben extrem beschwert.

Kinder brauchen mehr

Ich finde an meinen Erfahrungen aus der Kindheit wird sichtbar, dass Kinder zwar schon Anpassungsfähig sind (ich war allerdings überangepasst!), dies aber von den Eltern nicht überstrapaziert werden darf. Kinder zu haben bedeutet eben auch manchmal Verzicht zu üben, weil das Leben sonst für die Kinder zu unsicher wird. Natürlich könnte man nun sagen, dass aus mir auch ohne ein Elternhaus in dem ich mich aufgehoben und geborgen gefühlt habe, etwas geworden ist. Sicherlich. Aber, der Preis war hoch. Für mich. Als ich klein war. Kinder brauchen mehr, als satt und sauber zu sein.

Alle Entscheidungen die ich treffe, wirken sich auch auf meine Jungs (4 und 11 Jahre) aus. Das ist mir sehr bewusst und ich treffe diese Entscheidungen nie leichtfertig. Ich bin nicht umgezogen in eine andere Stadt, wegen der Erwerbsarbeit, da ich es als zu belastend empfunden hätte für meine Kinder. Sie wären aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen worden und müssten dann mit den neuen Verhältnissen klarkommen. Irgendwie. Und wer wüsste besser als ich, wie schwer das sein kann „der Neue“ zu sein. Das will ich nicht.

Every day the same procedure

Ich denke, dass solche Umbruchsituationen besser gelingen können, wenn viele Menschen beteiligt sind bzw. es viele Bezugspersonen gibt für ein Kind. Ich habe aber dieses stützende Netzwerk an Menschen nicht in meinem Leben und mir hat daher der Gedanke daran, mit meinen zwei Kindern alleine in eine ganz fremde Stadt umzuziehen Angstschweiß auf die Stirn getrieben. Mit Kindern umziehen bedeutet ja, sie dann emotional zu stützen in der Eingewöhnung. Also, viel mehr für sie da zu sein, als wenn man in der gewohnten Umgebung geblieben wäre. Da mich schon beim Gedanken daran, die Kraft verlassen hat, habe ich die Entscheidung getroffen, dass wir bleiben, wo wir sind und nicht der Erwerbsarbeit „hinterherziehen“, nur weil dies die Gesellschaft vielleicht so von mir erwartet. Ich habe als Alleinerziehende erwerbstätig zu sein, meine Kinder gut zu erziehen, den Haushalt in Ordnung zu halten und das alles ohne Hilfe. Immer. Every day the same procedure!

Dankbarkeit und die kleinen Dinge

Wenn ich mir die gesellschaftliche Debatte über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf so ansehe, finde ich ja, dass sich nichts zum Besseren gewendet hat seit meiner Kindheit. Im Gegenteil. War es früher eher eine Ausnahmeerscheinung, wenn Kinder ganztags im Kindergarten waren, ist es heute oft die Regel. Wenn es ganz schlimm kommt, müssen Kinder sogar in den Randzeiten über 10 Stunden betreut werden. Ja, ich empfinde das als schlimm. Und ich bin dankbar, dass ich das meinen Jungs bis jetzt ersparen konnte.

Wer fragt die Beteiligten: Kinder, zu Pflegende, Eltern, pflegende Angehörige?

Natürlich ist es gut für Frauen, dass ihnen der Ehemann heute nicht mehr vorschreiben kann, ob sie erwerbstätig sein dürfen oder nicht. Das Problem sind die Frauen los geworden. Dafür schreibt ihnen heute die Gesellschaft vor, dass sie sich um Kinder UND Beruf zu kümmern haben. Frauen, die sich „nur“ um die Kinder kümmern (wovon der Partner ja in großem Maße profitiert), werden als rückständig, ja sogar verantwortungslos bezeichnet. Da die private Care-Arbeit (Kindererziehung, die Pflege von Angehörigen) nicht abgesichert ist (wenn man mal von dem menschenverachtenden „Hartz-4-System“ absieht), sind die meisten Care-Giver (z. B. Eltern, pflegende Angehörige) darauf angewiesen erwerbstätig zu sein und dann noch nebenbei Kinder zu erziehen oder Angehörige zu pflegen. Wie die Beteiligten das finden, danach wird nicht gefragt. Die Kinder werden nicht gefragt, wie sie es finden, wenn sie 10 Stunden und mehr fremd betreut werden. Die Eltern / pflegenden Angehörigen werden auch nicht gefragt, wie sie es schaffen, nach einem langen Erwerbs-Arbeitstag, noch zu sorgen, für das Waschen, Einkaufen, Putzen, Kochen, Erziehen, Pflegen……… Es wird davon ausgegangen, dass sie es zu schaffen haben, die Kinder, die Eltern, die pflegenden Angehörigen.

 Wir brauchen Zeit

Im Fall von den Erwachsenen kann man nun vielleicht sagen, dass sie sich halt innere Strategien zurecht legen sollen für die Rushhour des Lebens. Kann man. Besser wäre allerdings, sie und ihre Bedürfnisse mit einzubeziehen. Und wie ist es mit den Kindern? Ich bin sehr froh, dass heute die Betreuung in Kindergarten und Schule ganz anders ist, als früher in meiner Kindheit. Ich hatte tatsächlich Angst vor weiteren schlechten Erfahrungen, da ich meine Kinder seit 9 Jahren alleine erziehe und daher natürlich auf Fremdbetreuung in Form von Kindergarten und Ganztagsklasse angewiesen war und bin. Meine Erfahrungen bis jetzt (Kleiner besucht Kita, Großer Ganztagsklasse) sind gut. Auf die Kindergärten, die meine Söhne besucht haben, lasse ich nichts kommen. Die Grundschulzeit vom Großen war auch wirklich in Ordnung. Zusätzlich zur Fremdbetreuung in Kita und Schule benötigen meine Kinder natürlich aber auch die Zeit zu Hause, die Zeit mit mir, die Zeit zusammen, als Familie. Ich habe allerdings nicht den Eindruck, dass diese Zeit in der Familie vorgesehen ist, gesellschaftlich, politisch und wie auch immer.

Das einzige Werkzeug: Der Kitaausbau

In Bayern sind am 14.Oktober 2018 Landtagswahlen und ich habe schon gewählt per Briefwahl, damit kein krankes Kind oder sonstige unvorhergesehene Vorkommnisse, mich an der Wahl hindern. Am vergangenen Sonntag (30.9.18) habe ich mir daher die BR-Wahlarena angesehen in der ein alleinerziehender Vater folgende Frage gestellt hat, die ich dann auch getwittert habe:

 BRWahlarena mit Zahlen Tweet 

Herr Aiwanger hat mit seiner Antwort gar nicht auf den Einwand des Vaters reagiert, dass er sich ganz gerne selbst kümmert um seine Kinder und es sozial ungerecht findet, dass dies nicht anerkannt wird. Wenn es um die Frage von Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, scheint es bei den gängigen Parteien nur eine einzige Lösungsmöglichkeit zu geben und zwar, den Kita-Ausbau. Das wird jedoch der ganzen Komplexität von Familienleben gar nicht gerecht und ich sage es mal mit den Worten von Mark Twain:

 „Wenn Dein einziges Werkzeug ein Hammer ist, wirst Du jedes Problem als Nagel betrachten.“

Die Politik hat also als nur ein einziges Werkzeug für die Vereinbarkeitsproblematik: Kitaausbau. Alle anderen Probleme, die mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf einher gehen bzw. die aus dem Leben mit Kindern resultieren, sollen auch mit der Allzweckwaffe Kitaausbau gelöst werden. Auch in Fällen, wo es nicht passt. Egal, der Kita-Ausbau wird es richten. Nein!

Kinder zu erziehen benötigt mehr als Kita-Plätze

Ich sage es mal ganz deutlich, Betreuungsplätze und Ganztagsklassen sind nur eine Teillösung. Wir benötigen eine Politik, die vorsieht, dass nicht jedes Kind gleich viel Kinderbetreuung verkraften kann, dass es Kinder gibt, die einen erhöhten Förderbedarf haben, dass nicht alle Mütter / Väter es schaffen Vollzeit erwerbstätig zu sein und Kinder zu erziehen / Angehörige zu Pflegen, Zeit in Anspruch nimmt. Also liebe Politik, gebt uns auch diese Zeit, ohne, dass dies Nachteile hat, am Arbeitsmarkt, bei der Rente oder der persönlichen, aktuellen finanziellen Situation.

Zeit für Care-Arbeit

Wir können niemals JEDES Vereinbarkeitsproblem dadurch lösen, indem wir nur auf den Kita-Ausbau verweisen, vor allem vor dem Hintergrund, dass es gar nicht genügend Mitarbeiter gibt. Wie wäre es dagegen, die private Care-Arbeit als das zu bewerten, was sie ist, nämlich die Voraussetzung dafür, dass es überhaupt so etwas wie die Wirtschaft gibt? Ich finde wir brauchen wieder das Selbstverständnis in der Gesellschaft, dass Kinder zu erziehen oder Angehörige zu Pflegen Zeit in Anspruch nimmt und dies eine gesellschaftlich grundlegende und wichtige Arbeit ist. Die Arbeit überhaupt! Ohne Kinder, keine Zahlungen in die Rentenkasse, keine Konsumenten, keine Fachkräfte! Wenn die private Fürsorgearbeit abgesichert wäre, würde der Personalmangel in den Kitas nicht mehr so schwer ins Gewicht fallen. Kinder benötigen viele Bezugspersonen, darunter auch gute Erzieher in der Kita. Aber sie benötigen eben auch ihre Familie und ich halte eine Kinderbetreuung, die mehr als 9 bis max. 10 Stunden täglich notwendig ist, für ungünstig. Kinder zu erziehen benötigt Zeit, denn Kinder sind keine Maschinen, die linear zu funktionieren haben, nach den Gesetzten des Marktes und damit den Vorgaben der Erwachsenen. Ich habe meinen Großen schon vor längerer Zeit gefragt, ob er nach der Ganztagsklasse (7.40 Uhr bis 15.40 Uhr) noch gerne in den Hort gehen würde. Er war entsetzt über meine Frage. Klar. Er möchte das nicht. Ich möchte das auch nicht! Kindererziehung und die Pflege von Angehörigen benötigt Zeit und vor allem Kinder benötigen auch einen Ort der Geborgenheit, eben eine Familie und deshalb fordere ich: Zeit für Care-Arbeit! Jetzt!

 

P.S.: In eigener Sache suche ich Aufträge als virtuelle Assistentin (Infos unter http://www.clairefunke.de). Das Schreiben von Texten zu verschiedenen Themen gehört auch noch zu meinem Repertoire (z. B. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Care-Arbeit, Medizin, Arbeitsmarkt, Essen und Trinken). Extremalleinerziehend würde ich am liebsten im Homeoffice arbeiten, gerne auch festangestellt. Freiberuflich geht aber auch. Andere Arbeitsvariationen sind möglich. Schließlich bin ich flexibel. Meistens. Anfragen nehme ich gerne an unter: info@mamastreikt.de. Neben neuen Aufträgen freue ich mich auch, wenn Ihr meine Arbeit zur Anerkennung der privaten Care-Arbeit finanziell unterstützt. Hier geht es zu PayPal: https://paypal.me/ClaireFunke. Vielen Dank dafür.

 

 

 

 

 

 

 

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21 Gedanken zu “Zeit für Care-Arbeit: Warum die Vereinbarkeitsproblematik mit dem Kita-Ausbau nicht gelöst ist

  1. have a nice day schreibt:

    Nein, der Kita-Ausbau löst gar nichts und wie üblich werden die Betroffenen nur bevormundet und nicht gefragt. Will von den Verantwortlichen auch gar keiner wissen, denn dann müsste man endlich anerkennen, dass es da ungelöste Probleme gibt und das der Kita-Ausbau nichts anderes ist, als ein schön geredetes Trostpflaster, was als Allheilmittel angepriesen die Unwilligkeit der Verantwortlichen, sich mit der gesamten Situation auseinanderzusetzen, überdecken soll.
    Für mich ist es absolut unverständlich, dass die gleiche Arbeit nur was gilt, wenn sie für fremde Kinder geleistet wird. Heutzutage geht man arbeiten, oder sollte möglichst arbeiten gehen, um sich die Fremdbetreuung der eigenen Kinder leisten zu können, damit man arbeiten gehen kann. Die Erziehung und Betreuung der eigenen Kinder ist Privatvergnügen, im Arbeitskreis nicht vorgesehen, für viele schlicht nicht existent. Warum nur fällt keinem auf, wie hirnverbrannt das ist? Und leider will sich in der Regel auch niemand damit auseinander setzen. In der Regel zuckt nur jeder mit der Schulter und antwortet:“ist halt so“. Oft gewinnt man den Eindruck, dieses Thema ist gleichbedeutend wie „er, dessen Name nicht genannt werden darf“.

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    • Mama streikt schreibt:

      Liebe/r Have an nice day,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich finde am Beruf der Erzieherin wird die Absurdität deutlich. Es schon unglaublich, dass eine Erzieherin wenn sie fremde Kinder erzieht, Geld dafür bekommt und wenn sie die eigenen Kinder erzieht schlimmstenfalls in der Armut / Altersarmut landet.

      Da Kindererziehung als Privatsache gewertet wird, immer noch, gibt es keine umfassenden Lösungen für das Problem der Vereinbarkeit bzw. dafür, dass Kinder und auch alten Menschen eben vermehrt auf Fürsorge angewiesen sind.

      Als ich noch mit dem Großen alleine war, habe ich 35 Stunden gearbeitet. Das ging dann gerade mit den Kita-Öffnungszeiten einher und das war gut so, denn Randzeitenbetreuung hätte ich mir nicht vorstellen können. Jedoch ging der Kindesunterhalt, den ich glücklicherweise bekomme, zum Großteil (bis auf einen Rest von 80 Euro) drauf für die Kinderbetreuungskosten. Und da habe ich noch Glück, dass bei uns auf dem Land die Kita-Plätze günstiger sind, als in den Großstädten. Ich weiß also, was Du meinst und ich freue mich über Deinen Kommentar und darüber, dass es Gleichgesinnte gibt.

      Herzliche Grüße

      Claire Funke

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      • have a nice day schreibt:

        Hallo Claire,
        ich bin schon der Meinung, dass Kindererziehung Privatsache ist – also von den Eltern geleistet werden sollte. Ich halte diese größtmögliche Auslagerungder Erziehung an Fremdpersonen sogar für extrem gefährlich für das Kindeswohl. Es ist doch auch schon hinreichend belegt, dass man Kinder bis mindestens zum dritten Lebensjahr nicht über mehrere Stunden hinweg von der Mutter trennen sollte und hier zulande soll man am besten schon die Säuglinge in die Krippe geben, damit man ja nur seine Steuern zahlen kann. Es hat fast den Anschein, dass der Zusammenhalt der Familie gezielt immer weiter sabotiert werden soll, feste Bindungen so früh wie möglich gestört werden sollen. Dazu noch der immer weitere Bildungsabbau. Was ist da das langfristige Ziel? Ein Volk von bindungsunfähigen , verdummten Schafen, die sich nicht mehr im Herdenverband zusammenschließen (können) um zu protestieren und Gegenwehr leisten zu können? Es geht doch nur noch um Profit für die Großen in diesem Land und zuviele Kleine mit Bildung sind gefährlich. Wir haben schon Europas größten Niedriglohnsektor. Ich sehe nicht, dass Maßnahmen getroffen werden, um das nochmal zu ändern. Für mich ist das alles gezielte Demontage der natürlichen Zusammenhalte und Sabotage an der Bevölkerung und somit passt es auch ins Bild, dass Fürsorgearbeit im Unsichtbaren verschwinden soll. Die nächsten Generationen werden dann nur noch zu kleinen Leistungsrobotern gezüchtet, ein Recht auf selbstbestimmtes Leben gibt’s dann nur noch für Leute mit Geld.
        Es ist schade, dass das System der Großfamilien heute weitgehend verschwunden ist. Da wurden die familiären Aufgaben noch geteilt, die Kinder noch mit von den Großeltern, Tanten und Onkeln erzogen. In meinen Augen noch die beste Art, Kindern Geborgenheit und Sicherheit zu geben und gleichzeitig viele verschiedene Eindrücke zu vermitteln (besser, als überforderte Erzieher mit überfüllten Kitagruppen) und auch besser für die Alten, die so in Würde und Sicherheit alt werden konnten und noch geschätzt und gebraucht wurden. Nicht, wie heute leider so oft üblich, einfach unsichtbar ins Heim abgeschoben und vergessen.

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      • Mama streikt schreibt:

        Liebe Have a nice day,

        vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich bin auch der Überzeugung, dass Kinder in einer Gemeinschaft (z. B. Großfamilie) besser begleitet werden können. Auch ich sehe das betreuen von alten Menschen im Pflegeheim mit gemischten Gefühlen. Es gibt natürlich Menschen, die wirklich keine Familie mehr haben, dann mag es gut sein, dass es diese Einrichtungen gibt. Ich wäre dann aber eher für Mehrgenerationenhäuser.

        Viele Grüße, Claire

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  2. Anonym schreibt:

    Claire, du bist mit dieser Meinung eine Vorreiterin und vermutlich auch eine Ruferin in der Wüste. Ich kann gar nicht sagen, wie zutreffend ich deine Aussagen finde und wie selten sie sind. Ich bin selbst Mutter eines Kleinkindes, das wegen einer psychischen Erkrankung (heißt in diesem Alter noch „schwerwiegende Regulationsstörung“) in allen möglichen Situationen Panikattacken kriegt und deshalb nicht in die KiTa gehen kann. Hier in Berlin, wo die meisten Kinder mit 10-12 Monaten „eingewöhnt“ werden und dann bis zur Einschulung 8-10 Stunden täglich in der KiTa bleiben, gelte ich als die spießige, klammernde Helikopter-Mom. Die Erkrankung unseres Kindes ist von 2 Psychiatern diagnostiziert, die rede ich nicht herbei, weil ich nicht loslassen kann. Es erübrigt sich wohl, meine Frustration und Verbitterung weiter zu erläutern.
    Meiner Ansicht nach ist übrigens die Lösung in neuen Wohnformen zu suchen. Wir sollten anders zusammen wohnen, so dass wir uns anders – mehr, bedarfsgerechter und differenzierter – umeinander kümmern können. Ich stelle mir eher Gemeinschaften und weniger Nachbarschaften vor. Das ist allerdings ein Thema für sich.

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    • Mama streikt schreibt:

      Vielen Dank für Deinen Kommentar, der mich sehr freut. Mich hat der Beitrag etwas Überwindung gekostet in dem Hinblick, da ich mich festgelegt habe mit der Betreuungszeit über 10 Stunden, die ich als ungünstig empfinde. Denn da, dass stimmt, schwimme ich gegen den Strom. Da ich aber mit meinen Jungs die Erfahrung gemacht habe, dass Fremdbetreuung schon gut sein kann und auch ein Gewinn ist, ich aber auf der anderen Seite auch merke, wie wichtig es ist, an meinen Kindern „dran“ zu sein (ihnen nahe zu sein), wenn wir uns 8 Stunden nicht gesehen haben, hat meine Erfahrung mich diese Hürde überwinden lassen.

      Es ist schade, dass Eltern, die, aus was für Gründen auch immer, keine Fremdbetreuung möchten oder es eben wie bei Euch aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, als Helikpter-Eltern abgewertet werden. Ich finde es sehr wichtig, dass Eltern die Wahlmöglichkeit haben zwischen Eigenbetreuung oder Fremdbetreuung oder einem Mix daraus.

      Ich denke für das Begleiten und Erziehen von Kindern ist eine Gemeinschaft von mehreren Menschen wahrscheinlich besser, als die Kleinfamilie. Verantwortung wird auf mehrere Schultern verteilt und es gibt natürlich mehr Möglichkeiten für ein Kind Dinge zu lernen (was würde ich darum geben, wenn der Große lernen könnte von jemandem der das kann, wie ein Fahrradreifen zu reparieren geht) oder auch in manchen Sachen verstanden zu werden.

      Herzliche Grüße

      Claire Funke

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      • Anonym schreibt:

        Ja, die Kleinfamilie (Mutter, Vater, Kind/er, oder manchmal auch, wie in meiner Kindheit: alleinerziehendes Elternteil, Kind/er) ist nicht nur nicht ideal für das Begleiten und Erziehen von Kindern, sondern wissenschaftlich erwiesen eine Überforderung für die Eltern und eine Nichtausschöpfung von Inspirationspotenzial für die Kinder. So wie du sagst: Verantwortung wird verteilt, Kinder lernen ganz unterschiedliche Dinge und jede/r entlastet jede/n ein bisschen. Mal ganz davon abgesehen, dass die ausschließliche Verantwortung der Kleinfamilie bezogen auf die Geschichte der Menschheit wirklich UNNATÜRLICH ist! Es gab immer Großfamilien, Sippen, Dörfer oder sonstige Gemeinschaften, in denen Kinder großgeworden sind – allermeistens völlig ohne Notwendigkeit extra bezahlter und örtlich komplett ausgelagerter Erzieher – bevor der kapitalistische Verwertungszwang uns erstens schlicht ökonomisch genötigt hat, unsere Kinder wegzugeben, damit wir einer Erwerbsarbeit nachgehen können, und uns zweitens eingeredet hat, dass Kinder am besten in der KiTa aufgehoben sind, weil viel Spielzeug und Dutzende andere Kinder und professionelle Erzieherinnen und so.
        Ganz deutlich: Ich sehe es wie du. Ja, Kinder brauchen andere Kinder. Und mehr Erwachsene außer ihren Müttern und Vätern. Nein, Mütter sollten unter gar keinen Umständen bis zur Einschulung ihrer Kinder nur die Aufgaben „Haushalt und Kinder“ übernehmen, sie sollten sich auch andere (z. B. berufliche) Aufgaben suchen können. Aber: Kinder brauchen meiner Überzeugung nach kleine, altersgemischte Gruppen wie in einer Familie und als Betreuungspersonen Erwachsene, die sie schon länger aus ihrem unmittel- oder mittelbaren Umfeld kennen, die also gerade nicht FREMD sind.
        Und ja, wie eine Vorschreiberin schon angemerkt hat, es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Ganztags-Fremdbetreuung (fremde Betreuungspersonen, fremde Umgebung, Gruppe mit 20 oder 30 Kindern, wie in einer durchschnittlichen KiTa eben) bei Kindern unter 3 einen enormen Stresspegel hervorruft (nachzulesen bei den Google-Ergebnissen zu „cortisol levels daycare“).
        Deshalb: Ja, Eltern brauchen die Möglichkeit, das beste Betreuungsmodell für ihr Kind und für sie selbst zu wählen, und zwar weil all diese Modelle genau wie KiTa-Plätze finanziert werden (hier in Berlin zahlt der Senat bis zu rund 1.200€ für einen KiTa-Platz! Aber NICHTS, wenn man irgendein anderes Modell benötigt – nicht einmal wir mit unserem psychiatrisch erkrankten Kind erhalten auch nur einen Zuschuss für die Erzieherin, die stundenweise in unser Haus kommt!)
        Aber fürs erste wäre ich schon froh, wenn Eltern wenigstens die korrekten Informationen erhalten würden, z. B.:
        Kinder unter 3 Jahren in Gruppen mit mehr als 15 anderen Kindern lernen nicht etwa automatisch gutes Sozialverhalten, sondern sind in vielen Fällen so gestresst, dass ihr Sozialverhalten darunter leidet (Ergebnis einer Meta-Studie).
        Ob es sich um eine „gute“ oder eine „schlechte“ KiTa handelt, hatte in den meisten Studien keinen Einfluss auf den Cortisol(=Stresshormon)spiegel der Kleinkinder.
        Der Cortisolpegel sinkt nicht etwa nach der Eingewöhnung, sondern ist bei vielen Kindern noch 15 Monate danach deutlich höher als bei zu Hause betreuten Kindern.
        Es ist eine gefährliche Milchmädchenrechnung, dass Einzelkinder die fehlenden Geschwister in einer KiTa wettmachen können, weil diese beiden Situationen psychologisch völlig unterschiedlich funktionieren.
        Und, und, und…
        Ich habe mich seinerzeit sehr gründlich damit beschäftigt und stelle gern entsprechende Links zur Verfügung.

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      • Mama streikt schreibt:

        Herzlichen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Gerne darfst Du Links noch unter den Beitrag machen oder mir per E-Mail (info(at)mamastreikt.de) senden. Ich würde mich sehr darüber freuen.

        Herzliche Grüße, Claire Funke

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  3. Ruth Hellmann schreibt:

    Sehr zu empfehlen (allerdings nur fürs Verstehen der Zusammenhänge, nicht zu empfehlen für die Nerven…) ist das Buch „Sozialstaatsämmerung“ von Jürgen Borchert:

    – Ich kann nur Herrn Jürgen Borchert (ehemals Vorsitzender Richter am Hessischen Sozialgericht und Politikberater) aufgrund meiner Erfahrungen zustimmen, wenn er feststellt: „Was man überhaupt falsch machen kann, macht die herrschende deutsche Familienpolitik falsch: Denn sie redet die familiäre Erziehung schlecht, verschlechtert ihre Bedingungen fortlaufend – und versäumt gleichzeitig, wenigstens Krippen und Kindertagesstätten optimal auszustatten.“ (Borchert, München 2014, S. 87)

    – Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung verrechnet den Ertrag des Humanvermögens in Form von Arbeitsentgelten, stellt aber keinen Aufwand für die „Erstellung“ des Humanvermögens in die Bilanz ein => Ertrag ohne Aufwand also…. (Bruttoinlandsprodukt wird demnach im Grunde regelmäßig viel zu hoch ausgewiesen)

    – Urteil BVG 3. April 2001: Grundrecht der Eltern auf „intragenerationelle Gleichbehandlung“: Die Erziehungsbeiträge sind auf der Beitragsseite in das Rechenwerk einzustellen. Kindererziehung ist als äquivalent zu Geldbeiträgen zu werten. Das gilt für alle Sozialsysteme, die auf dem „Generationenvertrag“ beruhen.

    – Urteil BVG 23.8.1999: Aufforderung an den Staat, mit jeder Erhöhung der indirekten Steuern, auch das Kindergeld anzuheben. Denn „indirekte Besteuerung belastet Familien, die wegen ihres höheren Bedarfs mehr indirekt besteuerte Güter und Leistungen erwerben müssen, mehr als Kinderlose“. Bedenkt man, dass „das Aufkommen aus Verbrauchssteuern mehr als die Hälfte des Fiskus ausmacht“, bleibt auch von dem üppigen Kindergeldgeschenk kaum etwas übrig. (vgl. Borchert, München 2014, S 104)

    Wir haben es also teilweise mit einer verfassungswidrigen Politik zu tun und es scheint sich niemand dafür zu interessieren…

    Was kaum einer weiß, aber sehr bedenkenswert ist: Nach dem Krieg war eigentlich angedacht, eine „Jugendrente“ und eine „Altersrente“ einzuführen. Somit sollten nur diejenigen, die sich an der Kindererziehung (ob durch aktive Kindererziehung oder durch Geldbeiträge) vollumfänglich beteiligt haben, auch eine entsprechende Altersrente bekommen. Aus wahltaktischen Gründen und weil man der Meinung war, „Kinder bekommen die Leute immer“, wurde von der „Jugendrente“ Abstand genommen….

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  4. L.v.Kirchbauer schreibt:

    Hatten wir es geschichtlich nicht schon mal,den Kindern möglichst wenig Einfluß vom Elternhaus zu gewähren? Staatliche Erziehung? In der Altenpflege wollen sie Roboter einsetzen-wäre dies nichrt praktisch für KITAS…?
    Die Politik vergißt, wie wichtig Familienarbeit und Nachbarschaftshilfe in der Gesellschaft ist!
    Sie sucht nur händeringend nach Ehrenamtlichen, die zwar meist versichert sind-aber im Falle z.B.eines Arbeitswegeunfalls nur Untersuchungen bezahlt und kein Interesse hat den körperlichen Zustand vor dem Unfall wieder herzustellen-war bei mir der Fall,Schulter, Daumen, Knieverletzung…da wurde mir von den Ärzten erklärt, 59 Jahre weiblich, angeblich sieht man eindeutig Arthrose auf den Röntgenbildern,(hab jetzt erfahren, kann durch Sturz ausgelöst werden) deshalb ist es nicht ihre Aufgabe etwas zum Heilungsprozess beizutragen. Meine linke Schulter war nach 6 Monaten noch absolut unbrauchbar, ging auf meine eigenen Kosten zum Heilpraktiker und kann sie jetzt ohne Schmerzen wie früher bei meinen Arbeiten einsetzen.
    Wer sollte auch noch Ehrenämter und Nachbarschaftshilfen übernehmen? Durch hohe Mieten und geringen Lohn zwingt die Politik Eltern zur Arbeit zu gehen!Familie und soziales Engenment bleiben auf der Strecke!Aus welchem Grund sollten „fremderzogene“ Kinder sich im Alter um die Eltern kümmern?……

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    • Mama streikt schreibt:

      Liebe Frau Kirchbauer,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich sehe das wie Sie. Auf der einen Seite ruft die Politik dazu auf, ein Ehrenamt zu übernehmen und auf der anderen Seite müssen aber alle erwerbstätig sein um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Das ist schwierig zu vereinbaren.

      Ich möchte Eltern grundsätzlich nicht vorschreiben, wie sie ihre Kinder betreuen ob Fremdbetreut oder Eigenbetreut oder im Mix wie bei mir, Eigenbetreut UND Fremdbetreut. Wichtig ist mir, dass Kinder und auch alte Menschen vermehrt auf Fürsorge angewiesen sind. Wir sind ja ALLE auf Fürsorge angewiesen und am Anfang und am Ende des Lebens eben auf besonders viel davon. Ich möchte aber unbedingt ins Zentrum der Diskussion rücken, dass Kinder eben auch ihre Familie benötigen, das Gefühl brauchen geborgen zu sein und dafür brauchen wir als Eltern Zeit. Wenn politisch über 24-Stunden-Kitas diskutiert wird und die Vollzeiterwerbstätigkeit mit höchsten Flexibilitätsansprüchen als die einzigen Heilsbringer gegen Kinderarmut gepriesen werden, finde ich das nicht gut und es wird den Bedürfnissen von Kindern nicht gerecht. Den Eltern wird das im Prinzip auch nicht gerecht, denn die Zeit mit den Kindern kann man nicht nachholen!

      Ich freue mich zu lesen, dass es Ihnen gesundheitlich wieder besser geht, auch wenn es natürlich ungerecht ist, dass Sie die Behandlung auf eigene Kosten tragen mussten.

      Herzliche Grüße

      Claire Funke

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  5. Julia schreibt:

    Liebe Claire,

    dein Artikel spricht mir aus der Seele. In Hamburg wird der Kita-Ausbau zu solch absurden Zeiten zum Glück nicht diskutiert. Aber das Nicht-würdigen der als „Privatvergnügen“ erbrachten Familienarbeit und Erziehungszeit ist natürlich dasselbe Thema.

    Ich ziehe den Hut vor dir, wie du es mit deinen beiden Jungs UND der Arbeit noch schaffst, dich politisch zu engagieren. Das Thema hat einfach keine Lobby, vielleicht weil dem Durchschnittspolitiker zu 150% der Rücken freigehalten wird, und die Familien- oder Erziehungsarbeit leistenden Eltern ebenso wie pflegende Angehörige einfach zu müde und kaputt sind, um Zeit und Energie dafür zu haben. Im Erwerbsleben wäre ein 15-Stunden-Tag – m.E. der Normalfall für Caregiver, wenn noch Erwerbsarbeit hinzukommt – im Übrigen illegal und verboten.

    Deine Petition werde ich unterzeichnen.

    Viele Grüße

    Julia

    Gefällt 1 Person

  6. Sabine schreibt:

    Liebe Claire,

    vielen Dank für diesen tollen Beitrag! Mit dem was du sagst sprichst du mir wirklich aus der Seele. Ich arbeite Halbtags und habe dazu noch zwei kleine Kinder, die jeden Tag wenn sie aus der Kita kommen, viel Aufmerksamkeit und Liebe brauchen. Grade wenn die Arbeit mich stresst, habe ich schon oft darüber nachgedacht sie länger in der Kita zu lassen, möchte es aber eigentlich nicht und versuche mich, wie es die Gesellschaft vorschreibt, „einfach zusammenzureißen“. Um aber zwischendurch auch mal entspannen zu können, hole ich mir ab und zu Hilfe über eine Platform wie http://www.whats2doo.com. Nicht um jemanden zu finden, der meine Kinder betreut wenn ich es nicht schaffe, sondern manchmal einfach nur um eine Woche mal nicht die Bude putzen zu müssen. Auch wenn das bestimmt nicht die Lösung für obiges Problem ist, mir hilft es trotzdem ein wenig Stress aus meinem Alltag zu nehmen. Vielleicht dir ja auch!

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinem Blog und freue mich schon auf weitere Artikel zu diesem Thema!

    Grüße

    Sabine

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    • Mama streikt schreibt:

      Liebe Sabine,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Es ist super, wenn man immer wieder Möglichkeiten findet, um sich zu entlasten.

      Ich wünsche Dir und Euch alles Gute und freue mich, dass Du gerne meinen Blog liest.

      Herzliche Grüße, Claire Funke

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  7. maramarin21 schreibt:

    Liebe Claire, ich kann jeden Satz von Dir nur unterstreichen. Danke, dass Du so unermüdlich über diese Dinge schreibst. Es ist eine Wohltat, das zu lesen. Ich denke immer genau das Gleiche: Kita-Ausbau ist nicht die Lösung! Man muss endlich genauer hinsehen, worunter Familien leiden.

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      • maramarin21 schreibt:

        Liebe Claire, ich mache an anderer Stelle nun auch gern mal den Mund zu dem Thema auf :-), denn ich empfinde es als tiefe Ungerechtigkeit, wie Fürsorgende in unserer Gesellschaft ausgenutzt werden (wie z.B. die Mutter, die auf ihren Teilzeitjob angewiesen ist und dann in fünf Stunden die Arbeit von sieben Stunden leisten soll etc.) . Ziel ist für mich, dass die Arbeit der Mütter/Väter in der Familie anerkannt wird, nicht nur im Rahmen der Erwerbstätigkeit. Die wichtige Beziehungsarbeit darf nicht zu Verarmung und Erschöpfung führen, nur weil sie als selbstverständlich betrachtet wird. Aber das Ganze kannst Du viel besser formulieren. Liebe Grüße

        Gefällt 1 Person

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