Die Blumentopf-Lüge

Irgendwann die Tage fragte mich mein Kleiner: „Mamaaaa, tust du heute putzen?“ Ich musste schmunzeln und antwortetet ihm, dass Donnerstag kein Putztag ist. Bei uns. Ich traue es mich gar nicht zu sagen, aber ich habe quasi einen Haushaltsplan mit festen Tagen für sämtliche Haushalts-To-do`s die wöchentlich anfallen. Es ist kein schriftlicher Plan, sondern mein Plan im Kopf. Ich brauche ihn, damit ich nicht den Überblick verliere.

Montag:

Auf meiner To-Do-Liste steht hier Wäsche zusammenlegen und bügeln. Dies allerdings nur in ganz außergewöhnlichen Fällen. Bügeln. Meine ich. Als der Große vor fast 10 Jahren geboren wurde fand ich Bügeln schnell überbewertet. Damals war ich noch nicht alleinerziehend, jedoch hatten sich meine Prioritäten verlagert vom Unterhemden bügeln auf wichtigere Dinge, wie z. B. auf den Spielplatz zu gehen. Ein totaler Gewinn für mein Leben, dieses Ding mit dem „Ich-lass-das-bügeln-einfach-weg.“ Vor 2 Jahren musste ich diesen Lebensgewinn verteidigen gegen das aufkeimende Bedürfnis vom Großen, dass da hieß: „Ich-ziehe-jeden-Tag-ein-Hemd-an-wie-Papa.“ Folgende Drohung entfaltetet sofort ihre beabsichtigte Wirksamkeit: „Dann musst du dir jeden Tag selbst ein Hemd bügeln, weil ich dafür keine Zeit habe.“ Thema erledigt. Nie wieder auf der Agenda gehabt. Hoffentlich bekomme ich nun keine Protestmails von fundamentalistischen Verfechtern der bedürfnisorientierten Erziehung. Für mich gilt im Übrigen das gleiche wie für meine Kinder. Ich ziehe nur im „Notfall“, z.B. zu einem Bewerbungsgespräch, ein Kleidungsstück an, dass gebügelt werden muss. Als mittlerweile alleinerziehende Mutter von 2 Kindern wähle ich unsere Garderobe bewusst nach „Bügelaufwand“ aus. Innerhalb der „bügelfreundlichen“ Bekleidung dürfen die Kinder natürlich selbst aussuchen, was sie anziehen möchten.

Fast hätte ich es vergessen. Wäsche waschen muss natürlich auch noch sein. Meistens wasche ich Montags 2 Maschinen Feinwäsche (40 Grad). Aufhängen natürlich nicht vergessen. Läuft.

Dienstag:

Das ist der blödeste Tag in der Woche, denn es ist Saugen und Wischen dran. Jeder hat ja so seine Vorlieben und zu meinen gehören diese Tätigkeiten nicht. Aber was nutzt es, wenn nach einer Woche dicke Staubflusen am Boden liegen. Meine Kinder spielen fast nur am Boden und ich habe eine Hausstauballergie. Das bedeutet in der Praxis, je mehr Staub liegt, desto schlimmer werden meine Beschwerden dann beim Putzen. Niesanfälle folgen. Augen tränen. Saugen gehört daher zum Pflichtprogramm, dass immer sein muss. Wischen lasse ich manchmal auch ausfallen, je nachdem , was ansonsten ansteht. Aus meinen Erfahrungen habe ich 3 Saug-Wisch-Modi entwickelt:

  1.  Super-Sauber-Modus: Saugen und alles was nicht bei drei auf den Schränken ist wird weg- gezogen und darunter und dahinter wird gewischt in allen Zimmern (Häufigkeit: Alle 4-6 Wochen, manchmal sind es auch 8-9 Wochen).
  2. Sauber-Drumherum-Modus: Saugen und wischen in allen Zimmern. Dabei wird um alles drumherum gewischt, selbstverständlich gründlichst (Häufigkeit: möglichst Wöchentlich, klappt jedoch nicht immer, dann wird in den Sauber-Geradeso-Modus umgeschaltet, siehe Punkt 3).
  3.   Sauber-Geradeso-Modus: Saugen in allen Zimmern. Wischen, wenn überhaupt nur ganz oberflächlich und auch nur in Küche, Bad und Flur (Häufigkeit: Kommt öfters vor).

In dem Zusammenhang mit dem Wischen habe ich auf einem anderen Blog eine tolle Empfehlung einer Userin gelesen. Man soll einfach auf die Flecken am Boden einen Blumentopf stellen. Hm, dass habe ich für Euch ausprobiert. Das Ergebnis seht Ihr hier auf dem Foto.

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Wenn ich also überall am Boden, wo ein Fleck ist, einen Blumentopf hinstelle, müssen wir Slalom-Laufen in der Wohnung. Vielleicht können wir das dann als Olympische Disziplin anmelden? Okay, ein anderes Thema. Der „Stell-einen-Blumentopf-auf-den-Fleck-Modus“ hat sich bei mir nicht bewährt, da ich gar nicht so viele Blumentöpfe habe, wie Flecken auf dem Boden. Blöd. Also bleibt doch wieder nur Wischen und wenn nur, wie in dieser Woche, im Sauber-Geradeso-Modus. Schaut mal genau hin, ich glaube ich habe eine Staubfluse mit fotografiert.

Neben dem Saugen und Wischen muss ich natürlich auch noch Wäsche waschen und aufhängen. Dienstags ist immer eine bunte 40 Grad-Wäsche dran. Damit das mit dem Bügeln ganz sicher entfällt, schleudere ich nur auf 400 bis 600 Touren und hänge die Wäsche ganz ordentlich auf. Kostet Zeit, verhindert aber das Bügeln. Versprochen.

Mittwoch:

Das ist der Bad-Tag bei meinen wöchentlichen Haushalts-To-Do`s. Nicht zu verwechseln bitte mit dem Bade-Tag. Auch hier habe ich 3 Bad-Putz-Modi entwickelt:

  1. Super-Sauber-Modus: Alles wird untendrunter und obendrüber gründlich gereinigt und abgewischt im Bad (Häufigkeit: Alle 4-6 Wochen).
  2. Sauber-Modus: Es wird um alles drumherum geputzt, gründlich (Häufigkeit: 1 Mal pro Woche).
  3. Geradeso-Sauber-Modus: Ich mache nur die Toilette und das Waschbecken sauber (Häufigkeit: Kommt öfters vor, als mir lieb ist und ersetzt dann den Sauber-Modus).

Den Geradeso-Sauber-Modus habe ich im Januar einmal nicht geschafft, als ich so sehr schlimm erkältet war. Die Toilette hatte ich hier erst nach über einer Woche wieder sauber gemacht, was dann sogar dem Kleinen aufgefallen war und wie folgt kommentiert wurde: „Mama, das Klo ssssstiiiiiiiinkt.“ Ja, wenn 3 Leute eine Woche auf eine Toilette gehen, ist es das mindeste, wenn sie einmal die Woche gereinigt wird. Weiß ich schon. Aber ich war wirklich so schlimm krank, dass auf meiner Anstrengungsskala sämtliche Reinigungsarbeiten der Besteigung des Mount Everest gleich kamen. Ich reinige die Toilette meistens 2 mal pro Woche, denn mit einem Kindergartenkind, dass noch im Übungs-Modus ist beim „auf die Toilette gehen“, geht auch verständlicherweise mal was daneben. Ob es hilft einen Blumentopf aufs Klo zu stellen, damit es nicht mehr stinkt, weiß ich nicht. Könnte ich mal ausprobieren. Blogpost dazu folgt. Was ich jedoch weiß, was ganz sicher hilft gegen das Ssssstiiiiiinken, ist sauber machen.

Die Wäsche, die ich Montag und Dienstag gewaschen habe, muss ich an diesem Tag abhängen und dabei gleich zusammenlegen. Bestenfalls wird sie gleich in die Schränke geräumt. Wenn ich dies nicht schaffe, bleibt die Wäsche im Korb liegen und wartet bis sie angezogen, oder später irgendwann aufgeräumt wird.

Donnerstag:

An diesem Tag putze ich nicht, denn das ist mein Einkaufstag. Ich mache das immer am Nachmittag, nach dem Kindergarten, mit dem Kleinen zusammen. Davor versuche ich erwerbstätig zu sein (wie an allen anderen Tagen auch). Der ganze Einkauf räumt sich leider nicht von alleine auf, daher ist dann schon Abendbrotzeit, bis ich mit allem fertig bin.

Donnerstags wasche ich immer eine Maschine 60 Grad Wäsche, denn die muss ich nicht aufhängen, sondern kann sie einfach in den Trockner schmeißen (geht also ganz schnell). Der Trockner dient mir dabei als Wäsche-Zwischen-Lager, denn die Wäsche bleibt meistens so lange im Trockner liegen, bis die nächste Wäsche getrocknet werden muss.

Freitag:

Das ist der Tag, an dem ich kleinere Einkäufe mache (Bäcker, Metzger, Getränkemarkt) und andere wichtige, aber nicht unbedingt wöchentliche Angelegenheiten erledige (z. B. Friseur mit den Kindern, Geburtstagsgeschenke für Kindergeburtstage besorgen usw.).

Da ich ja am Nachmittag nicht zu Hause bin, wasche ich am Freitag wieder 60 Grad Wäsche, weil ich die einfach in den Trockner schmeißen kann. Zusammenlegen tue ich die Wäsche dann, irgendwann.

Samstag:

Hier erledige ich meistens Dinge, die es „extra“ zu tun gibt im Haushalt wie z. B. Fenster putzen, Staub wischen, Ostereier färben (hätte ich fast vergessen dieses Jahr), Osterdeko raus holen, Betten überziehen, Vorhänge waschen, Wäscheboden und/oder Wäschekeller und/oder Treppenhaus reinigen oder das Lieblingskuscheltier vom Kleinen reparieren (siehe Beitragsbild vorher / hier nachher) usw.. Die Liste wäre lang, wenn ich alles aufschreiben würde, was es extra zu tun gibt.

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Da ich nun an diesem Vormittag „Haushalts-Extras“ abarbeite, gibt es nur ein „schnelles“ Mittagessen in Form von z. B. Schinkennudeln oder auch Essen, dass ich vorgekocht und eingefroren habe. Manchmal schiebe ich auch eine Tiefkühlpizza in den Ofen. Das einzige Essen, wie ich finde, dass man fertig gekauft essen kann (okay, fertige Tomatensoße geht auch, mögen aber die Kinder nicht). Ich habe schon einiges ausprobiert um mir das Haushaltsleben zu erleichtern mit Fertiggerichten, aber es ist einfach überhaupt nicht mein Ding. Dann lieber Butternudeln, Rührei oder eben Tiefkühlpizza.

Sonntag:

An diesem Tag soll man ruhen. Mütter sind hier seit über 2000 Jahren jedoch NICHT mit gemeint. Kochen, Aufspülen, Aufräumen usw. fällt immer an, auch sonntags und vor allem wenn man Kinder hat. Aus irgendwelchen Gründen kann es vorkommen, dass ich mein Wäschepensum nicht schaffe unter der Woche, weil z. B. Arzttermine anstanden, dann wasche ich auch am Sonntag Wäsche.

Am Montag geht wieder alles von vorne an mit den Haushalts-To-Do`s. Das finde ich das ermüdende an der Hausarbeit, dass die Ergebnisse nicht von langer Dauer sind. Das bisschen Haushalt ist eben doch Arbeit, auch wenn es keiner mehr so offen zugibt. Noch schlimmer ist, dass Haushaltstätigkeiten als „unqualifizierte Tätigkeiten“ abgewertet werden, was zur Folge hat, dass Berufe, die haushaltsnah sind, schlecht bezahlt werden. Waschen, Putzen, Kochen, all das muss erledigt werden, vor allem, wenn Kinder oder kranke Menschen zu versorgen sind. Irgendwann. Irgendwo. Wie, dass ist egal. Hauptsache unsichtbar neben der Vollzeit-Erwerbstätigkeit. Bitte versteht mich nicht falsch, ich stehe NICHT dafür, dass alle Frauen wieder ausschließlich hinter den Herd zurückgeschickt werden. Nein, ganz und gar nicht. Ich stehe viel mehr dafür, dass ich aufmerksam machen möchte darauf, dass Care-Arbeit eben Arbeit ist, die Zeit in Anspruch nimmt und die man nicht abtun kann mit dem sehr fraglichen RatSCHLAG: „Na, dann stell halt einen Blumentopf auf den Fleck.“ An diesem Punkt ist die Individualisierung der Feind aller Mütter. Daher sollten wir einer Mutter, die überlastet ist, einfach nur zuhören und Verständnis entgegenbringen, anstatt mit „Blumentopf-Ratschlägen“ zu suggerieren, dass alles gut wird, wenn sich die Mutter nur genügend anstrengt bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Das Gegenteil ist der Fall. Leider fragen sich in Gesellschaft und Politik nur wenige, warum die Zahl der Mutter-Kind-Kuren ständig steigt. Die Ursache dafür wird nicht in großen Zusammenhängen gesucht, sondern beim Einzelnen und im Falle der Familien meistens bei den Müttern. Egal ob alleinerziehend oder nicht. Die Mutter ist eben entweder zu sauber oder zu schlampig, zu viel oder zu wenig berufstätig, zu viel oder zu wenig an ihre Kinder gebunden. Irgendein Argument wird immer gefunden, um Probleme zu individualisieren und nicht am System Veränderung vorzunehmen. Unsere Gesellschaft ist leider nur am Profit orientiert ist und nicht an den Bedürfnissen der Menschen. Das Ganze nennt man dann Neoliberalismus.

Fürsorgearbeit, zu der die Hausarbeit mit dazu gehört, wird  also nicht als Arbeit angesehen. Die Beziehungsarbeit (auch Teil der Fürsorgearbeit), die notwendig ist in einer Familie und eine lebensnotwendige Grundlage darstellt, wird überhaupt nicht thematisiert in der gesellschaftlichen Diskussion. Gar nicht. Es ist jedoch die emotionale Arbeit, die eine Familie zusammenhält. Häufig lesen ich im Zusammenhang mit der Petition zum Fürsorgegehalt, die Forderung, dass Eltern dann auch eine Ausbildung machen sollten. Ich bin noch im Zwiespalt, ob dies wirklich eine realistische Forderung sein kann. Was ich aus eigener Erfahrung weiß ist, dass Erziehungsarbeit durch die Entwicklung von Kindern starken Veränderungen unterworfen ist. Eltern brauchen daher um auf diese Veränderungen reagieren zu können, Zeit zum reflektieren und Zeit um ggf. Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Ich selbst gehe z. B. seit 3 Jahren in die Erziehungsberatungsstelle, weil mir das Reflektieren mit dem Psychologen hilft bei der Erziehung meiner Kinder. Als ich jedoch 30 Stunden gearbeitet habe während meinem letzten Anstellungsverhältnis, habe ich 6 Monate Pause gemacht mit den Beratungen, weil ich gar nicht mehr die Zeit hatte, die Hilfe weiter in Anspruch zu nehmen. #carearbeitmusssichtbarwerden

Ich lese seit geraumer Zeit mit dem Großen jeden Abend Harry Potter (Förderung von Kindern geht ja schon im Kleinen an). Die, die mir auch auf Twitter folgen bekommen dies öfters mit. Dank meiner täglichen Abendlektüre weiß ich jetzt schon, was ich mit denen mache, die mir hier einen „Blumentopf-Kommentar“ hinterlassen. Ich sende Euch mit den besten Grüßen einen „Züchte deine eigenen Warzen“ – Biokasten, zu. Warzen braucht keiner. „Blumentop-Kommentare“ auch nicht.

P.S. In eigener Sache suche ich Aufträge. Nach 10-jähriger Berufstätigkeit in der Erwachsenenbildung bin ich ein erfahrener Begleiter bei beruflichen Veränderungsprozessen (im Menü, siehe unter: Beratungen). Des Weiteren übernehme ich gerne Projekte als Care-Aktivistin. Das Schreiben von Texten zu verschiedenen Themen gehört auch noch zu meinem Repertoire (z. B. Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Care-Arbeit, Medizin, Arbeitsmarkt). Extremalleinerziehend würde ich am liebsten von zu Hause aus arbeiten, gerne auch festangestellt. Freiberuflich geht aber auch. Andere Arbeitsvariationen sind möglich. Schließlich bin ich flexibel. Meistens. Anfragen nehme ich gerne an unter: info@mamastreikt.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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7 Gedanken zu “Die Blumentopf-Lüge

  1. maramarin21 schreibt:

    Liebe Claire, ich bügele auch seit 7 Jahren nicht mehr und das war eine gute Entscheidung. Darf ich Deinen Beitrag mal wieder rebloggen? Er zeigt, dass Du neben der Arbeit die ganze Woche „auf Hochbetrieb“ läufst, wie so viele Mütter. Aber über die „banale“ Hausarbeit sprechen darf man ja nicht. Super, dass Du es immer wieder tust.

    Gefällt 1 Person

  2. Sanne schreibt:

    Liebe Claire,
    Ja … Das bisschen Haushalt macht uns ganz schön zu schaffen. Ich kenne jede deiner Reinigungsstufen und kann diese wahrscheinlich noch weiter runtergradieren. Seit 17 Jahren Bügel ich nur noch das allernotwendigste und so mancher Kauf wurde nicht getätigt, wegen dem Pflegeaufwand. Im laufe der Zeit bin ich bezüglich dem Zustand unserer Wohnung gleichgültig geworden. 20 Minuten Füsse hoch ist meistens einfach wichtiger. Aber irgendwann kommt es doch, dieses schlechte Gefühl, weil alles irgendwie dreckig Ist, wieder nicht alles geschafft würde. Das Gefühl versagt zu haben, unzureichend zu sein, ständig unter Strom zu stehen um irgendwie mitzuhalten, die Kinder nicht aus den Augen zu verlieren und eine halbwegs vorzeigbare Wohnung zu haben.
    Ich schaff es ganz oft nicht, und finde es ganz anstrengend, dieses Leben.
    Ich hab 4 Kinder, eine 35Std Woche in Schicht in der Pflege, und dem Himmel sei Dank, einen Partner ( nicht der Papa der Kinder) der hier mitrockt.
    Im Moment reicht es hier nur für ein: wir sind nicht allein.
    Es ist einfach Zeit für ein Fürsorge/BGE oder ähnliches Einkommen. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehe ich im Neoliberalismus nicht gegeben.
    Solidarische Grüße!
    Susanne

    Gefällt 1 Person

    • Mama streikt schreibt:

      Liebe Susanne,
      bei mir sah es mit einem Kind auch „sauberer“ aus, wie mit zwei Kindern. Du hast doppelt so viele wie ich :-), vier Kinder und das ist einfach unheimlich viel Arbeit, zusätzlich zur Erwerbsarbeit in Vollzeit. Ich wünsche Dir viel Kraft weiterhin und ja, Fürsorgegehalt wäre gut, zusätzlich zum BGE. Denn wenn wir nur ein BGE einführen, ist ja wieder nicht im Bewusstsein der Gesellschaft, dass Fürsorgearbeit ein unverzichtbarer Wert ist.
      Ganz liebe und solidarische Grüße zurück, Claire

      Gefällt mir

  3. maramarin21 schreibt:

    Hat dies auf marasgedanken rebloggt und kommentierte:
    Mit der Erlaubnis von Claire von https://mamastreikt.wordpress.com/ reblogge ich ihren Beitrag „Die Blumentopf-Lüge“. Wir Mütter dürfen uns nicht davon abhalten lassen, die Belastungen der Care-Arbeit zu benennen. Wir dürfen uns nicht belächeln lassen für das, was uns die ganze Woche stark beschäftigt, neben der Berufstätigkeit, die ja als Einzige in unserer Gesellschaft vorzeigbar ist. Ich sehe uns als Personen, die mehr als 40 Stunden die Woche arbeiten, aber die nur darüber sprechen dürfen, dass sie zwanzig oder fünfundzwanzig Stunden die Woche arbeiten.

    Gefällt 2 Personen

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