Atemlos

Wenn mein Alltag sehr stressig ist, fühle ich mich atemlos. Nicht atemlos, wie Helene Fischer, dass wäre auch mal wieder was (Universum, erhöre mich!!!), sondern so außer Puste, dass ich das Gefühl habe, ich schaffe das Etappenziel nicht mehr.

 Der Alltag mit Kindern ist verdichtet, vor allem, wenn man alleinerziehend und berufstätig ist, aber auch für Zweielternfamilien ist es stressig. Wir haben heute an Erziehung eine ganz andere Anforderung als vor 30 Jahren und das ist auch gut so. Kinder sollen möglichst empathisch erzogen werden, bestmöglich gefördert durch die Kindergarten- und Schulzeit kommen, in der Freizeit und in den Ferien nicht vor dem Fernseher oder Computer verlottern und gesund ernährt sollen sie auch noch werden. Wäsche wäre auch noch zu waschen und in meinem Fall wird das Geschirr, wegen meiner kaputten Spülmaschine, mit täglicher Handwäsche verwöhnt. Ich könnte ja jetzt, wo ich es beurteilen kann, ausprobieren was Tante Tilly empfiehlt und meine Hände in Spülmittel baden, um  zu überprüfen, ob die Proteine gegen meine Schwimmhäute an den Händen helfen……..

 Neben all dem gibt es dann auch noch die Arbeitgeber, die (berechtigt oder unberechtigt) unsere Arbeitskraft einfordern. In einer neoliberalen Wirtschaft hat jeder, Mann, natürlich auch JEDE Frau und auch vielleicht zu guter Letzt auch noch die Maus, seinen / ihren Beitrag zur Hochkonjunktur zu leisten in VOLLZEIT und das ob er/sie will oder nicht.

 Schon wenn ich das alles aufschreibe, macht es mich atemlos und je länger der atemlose Zustand anhält (nicht der von Helene Fischer, sondern meiner), desto weniger empfänglich bin ich für die kleinen Dinge, wie das ausgiebige Pusten, wenn mein Kleiner mal wieder hingefallen ist, sich gestoßen hat oder das trösten, wenn er müde ist. Meine Fähigkeit witzig zu sein, in Situationen, die mich nerven, sinkt in Richtung Null, wenn ich unter Zeitdruck stehe. Mein Großer zum Beispiel muss wirklich oft aufgefordert werden, bis er etwas macht. Unlängst war ich ziemlich gut drauf und anstatt Tim genervt weiter aufzufordern den Abendbrottisch abzuräumen sagte ich stattdessen, in der mir tiefst möglichen, röchelnden Tonlage: „Tim, ich bin deine Mutter und ich möchte, dass du den Tisch abräumst.“ Der eingefleischte Sta Wooooos-Fan hat gelacht, und schwupp war der Tisch abgeräumt. Diese Leichtigkeit und den Humor würde ich mir in allen Situationen wünschen. Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass ich entspannt bin.

 Atemlos kann ich meinen Kindern auch ganz schlecht ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln, denn die Voraussetzung für Geborgenheit ist Langsamkeit. Daher ist dieses wichtige Gefühl nicht kompatibel mit Atemlosigkeit, Stress, Unsicherheit (z. B. in Form von befristeten Arbeitsverträgen, häufigen Umzügen, Trennungen usw.). Geborgenheit stell sich nur ein bei Langsamkeit und im besten Fall, aus einem Sicherheitsempfinden heraus. In meinem Fall kann ich auch Geborgenheit ohne Sicherheitsempfinden, denn Sicherheit in Form eines z. B. unbefristeten Arbeitsvertrags kenne ich schon seit 9 Jahren nicht mehr. 

 Ein wichtiger Geborgenheits-Mensch meiner Kindheit war meine Tante Mucki. Sie war Näherin, und einer der geduldigsten, liebevollsten Menschen, die ich kenne. Überall in ihrer Wohnung lag Nähzeug herum, und es herrschte hier immer ein gewisses Durcheinander, dass gemütlich war. Ihre Kaffee-Buttercreme-Torte und den Schokoladenpudding werde ich nie vergessen. Wenn ich in manchen Situationen bockig war als Kind, hat sie mich nicht geschimpft. Sie war unheimlich geduldig und sagte dann zu mir: „Clairechen, komm, sei friedlich und schick dein Böckchen grasen.“ Die Erinnerung treibt mir ein bisschen die Tränen in die Augen, weil meine Tante Mucki schon seit einiger Zeit nicht mehr lebt. Auch ihre letzten Lebensjahre, habe ich sie nicht mehr oft gesehen, sie war an Alzheimer erkrankt und ich konnte ganz schlecht damit umgehen, dass dieser Geborgenheitsmensch aus meiner Kindheit zwar noch lebte, aber dennoch nicht mehr da war. Ich bereue es heute, dass ich mich nicht dazu überwinden konnte, sie öfters im Pflegeheim zu besuchen. Jedenfalls verbinde ich mit meiner Tante Mucki Geborgenheit, die sie mir geschenkt hat in meiner Kindheit und dafür bin ich ihr unendlich dankbar.

Der Geruch von angedünsteten Zwiebeln und Rinderbrühe ist der ultimative „Geborgenheitsgeruch“ aus meiner Kindheit bei meiner Oma. Lavendel dagegen erinnert mich immer an den Nachbarsjungen, mit dem ich viele Jahre gespielt habe und von dem ich mich auf ganz unschöne Art und Weise verabschieden musste, weil wir ganz weit weg gezogen sind, damals. Den Geruch von Kölnisch Wasser dagegen werde ich für immer mit meiner Tante Mucki verbinden.

Geborgenheit stellt sich nur in der Langsamkeit ein und sie ist so ein wichtiges, grundlegendes Gefühl für Kinder und Erwachsene. Am Wochenende haben Tim (10) und Ben (3) Weltraum gespielt. Sie saßen in einem Zelt in der Küche, während ich Lebkuchen gebacken habe, und der Große sagte zum Kleinen: „Wenn ich da jetzt meine Hand raus strecke (aus dem Zelt), kommt ein bisschen Schwerelosigkeit herein.“ Solche Gespräche bekomme ich natürlich nur mit, wenn ich entspannt bin und nicht von einer Verpflichtung zur nächsten hetze.

Mein Kleiner hat eine ähnlich empfindliche Haut wie ich, daher war ich bisher immer vorsichtig mit der Zugabe von Badezusätzen ins Wasser. Vor einigen Wochen habe ich ihm dann aber mal ein Schaumbad gemacht. Da er das nicht kannte, saß er völlig selbstvergessen in der Badewanne und hat Schaum in seine Stapelbecher geschaufelt. Ich saß in mich versunken neben dran und habe einfach nur zugesehen. Geborgenheit ist so ein schönes Gefühl.

Geborgenheitsgefühle stellen sich auch bei mir ein, wenn ich ein gutes Buch lese, oder wenn ich meinen Kindern vorlese. Mein Großer wollte das nun gute 2 Jahre nicht mehr, aber jetzt haben wir wieder damit angefangen. Das ist großartig, ich freue mich unheimlich darüber. Unsere momentane Lektüre ist der Kinderkrimi „Gefuchst – Das verschollene Bernsteinzimmer“. Leider teilen meine Jungs  nicht meine Liebe zu Pippi Langstrumpf. Da sie mich in meiner Kindheit begleitet hat, ist sie auch ein Geborgenheitsanker für mich. Die schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren wäre am 14.11.2017 110 Jahre alt geworden. Sie ist mir nicht nur wegen Pippi Langstrumpf sehr nah, sondern auch, weil ihr Sohn vorübergehend in einer Pflegefamilie war. Folgendes Zitat von ihr finde ich super, auch wenn es nichts mit Geborgenheit zu tun hat:

„Lass Dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar.“

 

Das einzig schlimme an der Geborgenheit ist, dass sie unsichtbar ist, wie die gesamte Care-Arbeit, die wir als Eltern und pflegende Angehörige leisten. Aus diesem Grund habe ich zum Netzprotest unter #carearbeitmusssichtbarwerden aufgerufen vom 12.11.2017 bis 28.01.2018 immer Sonntags auf Facebook, Twitter und Instagram. Bitte macht alle mit am nächsten Sonntag, 19.11.2017, postet Bilder, schreibt Blogartikel, ladet Freunde ein zum mitmachen, so lange, bis das Netz „raucht“.

 

Care-Arbeit muss meiner Meinung nach entlohnt werden, da sie die Grundlage unserer Gesellschaft ist. Kein Mensch, kann ohne Fürsorge leben! Im Mai 2017 habe ich daher die Petition zum Fürsorgegehalt mit allen Sozialleistungen ins Leben gerufen, damit wir irgendwann sagen können, wir leben in einer solidarischen Gesellschaft, in der auch Care-Arbeit den Platz bekommt, der ihr zusteht, nämlich die Mitte der Gesellschaft.

 

Wie ist das bei Euch mit der Geborgenheit? Wann fühlt Ihr Euch geborgen?

  

10 Gedanken zu “Atemlos

  1. maramarin21 schreibt:

    Das hast Du ganz wunderbar beschrieben. Ich empfinde ebenfalls ein Defizit an Ruhe, wenn ich Arbeitstage habe. An meinen freien Tagen bin ich eine viel bessere Mutter für mein kleines Kind. Kinder sind für mich der Inbegriff von Achtsamkeit, wenn man sie nur lassen und nicht in unser hektisches Erwachsenenschema pressen würde.

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    • Mama streikt schreibt:

      Herzlichen Dank, dass Du immer auf meine Artikel reagierst, dass freut mich sehr. Für mich ist die Balance sehr wichtig. Ich arbeite gerne und ich liebe meine Kinder und wir brauchen Zeit miteinander, sonst ist alles nur noch ein abarbeiten von To-do`s. Je kleiner die Kinder sind, desto schwieriger finde ich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Alles muss seinen Platz haben, auch ich. Liebe Grüße und einen schönen Abend noch. #carearbeitmusssichtbarwerden

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  2. Feli schreibt:

    Guten Morgen Claire…
    Ich habe gerade erst angefangen, Deine Seite zu durchstöbern auf die ich durch Deine mutige Petition aufmerksam geworden bin.
    Bei Deiner Frage nach Geborgenheit kam mir sofort ein Lied von Dota Kehr in den Sinn: Alles Du, alles Dur. Das ist jetzt ein bißchen fies, ich habe einen Mann an meiner Seite, eigentlich zwei, da ist noch unser 7jähriger Sohn. Für mich ist Partnerarbeit sogar noch anstrengender als Erziehungsarbeit, auch ich bin glaubich ein LangsamMensch, eine geerbte funktionstüchtige Spülmaschine steht seit unserem Umzug vor 2 1/2 Jahren im Keller, weil ich mich noch nicht auf Küchenplanung à la Mann einlassen konnte/wollte (muß erst ein Gefühl dafür bekommen, was ich wo und wie brauche, und einen Überblick, was in den immernoch-Umzugskisten bzw. den Vorlebens-Kisten so lagert, ach ja, Zeit&Muße…).
    Wirrwarr, was ich eigentlich mitteilen wollte, hör Dir doch mal Dota an, ihre Texte sind phantastisch, poetisch, so wahr. Mein Lieblingslied ist „Grenzen“, ich möchte auch einen ErdenbewohnerPass und die Respektierung meiner persönlichen Grenzen.
    Die frühe Feli, fastfuffzich

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    • Mama streikt schreibt:

      Liebe Feli, herzlichen Dank für Deinen Kommentar. Ich habe mir Alles Du, alles Dur, angehört. Wirklich sehr poetisch……. Die Respektierung meiner persönlichen Grenzen ist mir auch sehr wichtig. Liebe frühe Feli, fastfuffzich (musste erst rätseln), ich wünsche Dir ganz viel Zeit und Muße für alles, was Dir wichtig ist. Liebe Grüße, Claire

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  3. Doris Rohde schreibt:

    Geborgenheit ist wichtig für ein Kind und ebenso für einen alten Menschen, um nicht zu sagen für jeden Menschen. Geborgenheit hat für mich auch sehr viel mit Vertrauen, Verlässlichkeit und damit auch Sicherheit zu tun. Geborgenheit lässt sich nicht messen und in Zahlen ausdrücken. Dafür erfordert Geborgenheit – wie Sie es so schön beschrieben haben – Zeit (Langsamkeit). Zeit ist messbar. Es heißt: Zeit ist Geld. Deshalb kommt oft Zeit für Kinder und pflegende Angehörige zu kurz, weil Erwerbszwang uns die „freie Wahl“ oft verwehrt, wofür wir unsere Lebenszeit verwenden wollen. An dieser Stelle leite ich über in unser Gesetz (BGB), das unser Miteinander regeln soll über Verträge. Grundlage ist der Kaufvertrag (Spotvertrag) und sollte dem Handel (Einigung und Übergabe) dienen. Ein weiterer Pfeiler des BGB ist das Eigentum. Fünf Bücher geben unsere gesellschaftliche Ordnung vor und wir sprechen vom Gesellschaftsvertrag. Es gibt einen Ehevertrag. Langzeitverträge passen nicht in die Systematik des alten BGB. Hier müsste angesetzt werden, dass es eine Rangordnung von Zeit geben muss. Risiken aus Lebenszeit (B. unverschuldete Arbeitslosigkeit) müssen vorrangig vor Risiken aus Geld(sach)zeit (entgangener Gewinn, Zinsen) geregelt werden. Das würde nur funktionieren, wenn im Allgemeinen Teil des BGB Zeiträume, Lebenszeit einen eigenen Abschnitt erhalten und ausgestaltet wird.

    Damals mit in Kraft treten am 1.1.1900 des BGB haben ausschließlich Gelehrte des männlichen Geschlechts unsere Regeln bestimmt. Die Jurisprudenz ist eine männliche Wissenschaft. Das BGB wurde eins zu eins aus dem damals 2000 Jahre alten erfolgreichen Römischen Recht übernommen. Auch hier waren es nur Männer mit ihren persönlichen Interessen. Frauen und Kinder durften gezüchtigt werden usw. Eine Frau hatte keinerlei Rechte. Deshalb gibt es bis heute keinen Lohn und keine Anerkennung für Carearbeit. Dafür gibt es doch den Ehevertrag mit dem Carearbeit unausgesprochen inklusive ist. Es gibt im BGB keine Rangordnung welche Tätigkeit wichtiger wäre, Care-Arbeit (Kindererziehung, Pflege) oder (Erwerbs-)Arbeit gegen Lohn und wie dieser zeitliche Konflikt und die damit einhergehende Doppel-/Dreifachbelastung – meistens für Frauen – kompensiert werden könnte. Hierfür eine Lösung anzubieten, darauf kommt eine von Egoismus, Wettbewerb und Konkurrenz angetriebene männerzentrierte Welt nicht. Das würde unser gesamtes Gefüge aus den Angeln heben.

    Man überlegt über 90 % aller Angehörigen werden von Familienmitglieder gepflegt, auch von einigen Männern. Es gibt noch viel zu tun. Ich frage mich warum immer noch so viele Männer in den Aufsichtsräten hocken und im Vorstand unsere Wirtschaft bestimmen. Es gibt im Aufsichtsrat keine echte Kontrolle. Es ist zu viel Geld im Spiel warum Frauen diese Bastion nicht erobern. Ich sehe keine positiven Seiten, wenn Verantwortung in andere Länder verlagert, die Umwelt gnadenlos ausgeplündert wird, und die Energiekonzerne z. B. die Risiken aus dem Atommüll durch trickreiche gesellschaftsrechtliche Konstruktionen in Tochterkonzerne Auslagern und damit die Risiken durch die Hintertür sozialisiert werden, so dass die Steuerzahler die Risiken tragen werden. Und was mich am meisten ärgert, dass uns nie die Wahrheit gesagt wird. Wenn die Verantwortung aus Arbeitsverhältnissen auf den Einzelnen verlagert wird (Werkverträge, befristete Verträge, Ich-AG etc.), entziehen sich Unternehmen ihrer sozialen Verantwortung und sparen Steuern. Betriebliche Altersabsicherungen sind Mogelpackungen. Unternehmen sparen Sozialabgaben. Die muss der Arbeitnehmer aber bei Auszahlung der Rente später + Steuern nachträglich zahlen. Es bleibt für den Arbeitnehmer nicht viel übrig. Wir werden in allen Dingen belogen, besonders wenn es um langfristige Vertragsbeziehunge geht und Geld im Spiel ist. Es sind überwiegend Männer die Steuergelder über Steueroasen umleiten und für wichtige soziale Bereiche (Bildung, Pflege, Gesundheit, Altersabsicherung usw.) fehlen. Carearbeit wird immer noch als minderwertige Arbeit betrachtet, für die im allgemeinen keine besondere Ausbildung notwendig sei.

    Das 1. Buch des BGB – das auf alle 4 Bücher anwendbar ist – regelt keine Zeiträume. Es ist sehr theoretisch, aber hier liegt der Hund begraben. Es ist unser Zeitdenken und ein veraltetes Bürgerliches Gesetzbuch, das für viele nicht verständlich ist. (Otto von Gierke, 1908, Anton Menger, 1904) Und weil die Jurisprudenz samt BGB soziale Ungleichheit und damit unterschiedliche Risiken für den Einzelnen gleich behandelt, diskriminiert das BGB. Es verbirgt sich hinter den Auslegungsarten „allgemein und abstrakt“ und ist dadurch diskriminierend, ungerecht und entzieht sich einer gesellschaftlichen Verantwortung. Würden unsere Gelehrten und der Gesetzgeber etwas daran ändern, dann könnte unser Rechtsstaat aus Armut kein Kapital mehr herausschlagen oder das sich Frauen mit kleinen Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen aus existensziellen Risiken zur Erwerbsarbeit gegen Lohn ihre Lebenszeit verkaufen müssen.

    Ich fordere ein Grundeinkommen, so dass jeder einer sinnvollen Arbeit nachgehen kann und frei entscheiden kann, sich um die natürlichsten nahestehendsten Meschen zu kümmern oder einer Arbeit gegen Erwerbseinkommen nachzugehen. Leben bedeutet Arbeit. Geld ist genug da. Aber der Geldumlauf und die Verteilung muss neu organisiert werden. Und ich fordere 50 % Frauen in den oberen Entscheidungs- und Kontrollgremien. Ich fordere im Aufsichtrat neben Arbeitnehmern und Arbeitgeber 1/4 Verbraucherschützer und 1/4 Wissenschaftler. Die Aufsichsratsvergütungen on Top werden in einen Gesellschaftsfond eingezahlt. Daraus bezahlen wir dann ein Care-Einkommen, oder wir investieren in unsere Schulen, damit unsere Kinder endlich in menschenwürdig ausgestatteten Schulen und mit mehr Personal lernen können usw.

    Leider ist die Jurisprudenz dem Geld und Eigentum im Besonderen zugewand und kennt keine unterschiedlichen Notlagen aus Lebenszeit, die schwerer wiegen, als geld-, sächliche und eigentumsähnliche Risiken und Verluste. Diese Risiken werden nicht mit dem Kaufvertrag ausgelöst, sondern sind überwiegend ein Merkmal langfristiger Verträge. Und die Finanzindustrie hat kein Interesse daran, das Geldsystem neu zu organisieren.

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  4. claudimama schreibt:

    Ja Geborgenheit ist wichtig, jedoch auch die Abwechslung und das Neue. Wie du die Freude deines Kindes am Schaumbad bescheibst. Aber ich denke, dass man das Neue vorallem dann genießen kann, wenn man ein gutes Geborgenheits-Fundament hat. Toll geschrieben der Text.

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